Binäre Rechenmaschine

"De progressione dyadica", Teil 1.
Manuskriptseite, Gottfried Wilhelm Leibniz
15. März 1679
GWLB: LH XXXV, 3B, Bl. 1r

Obwohl Leibniz nie eine binäre Rechenmaschine gebaut hat, hat er sie doch erdacht und hiermit erstmals das binäre Prinzip für die maschinelle Datendarstellung vorgeschlagen. 1679 entwickelt er den Gedanken zu einer "Machina arithmeticae dyadicae". Diese sollte nur mit den Ziffern 0 und 1 rechnen: also in dem von ihm erdachtem dualen Zahlensystem. Im Manuskript beschreibt Leibniz seine duale Rechenmaschine: "Eine Büchse soll so mit Löchern versehen sein, dass diese geöffnet und geschlossen werden können. Sie sei offen an den Stellen, die jeweils 1 entsprechen, und bleibe geschlossen an denen, die 0 entsprechen. Durch die offenen Stellen lasse sie kleine Würfel oder Kugeln in Rinnen fallen, durch die anderen nichts."

E.St.