Studienjahre an der Universität Jena

Erhard Weigel
eingebundener Stich
Elias Nessenthaler, 1688
GWLB: N-A 1445:nach Text 15


Prospect bey der weimarischen Stadt Jena gegen den Hausberg, kolor. Kupferstich, Schwarz, 1791, GWLB Sig.: G-A 10270Im Sommersemester 1663 besuchte Leibniz an der Universität Jena ein Semester lang Vorlesungen zur Geschichte und Mathematik. Besonders prägten ihn dort die Vorlesungen des Mathematikers Erhard Weigel, der Leibniz mit der Kombinatorik die Idee einer umfassenden, durch Zahlen charakterisierbaren Harmonie der Welt, die „Harmonia universalis“ vermittelte. Eine Vorstellung, die Leibniz sein Leben lang begleiten sollte.

Durch Weigel richtete Leibniz sein Interesse von der scholastischen auf die neuzeitliche Philosophie und auf die mathematische Methode der Beweisführung.


Erhard Weigel war von 1652 bis zu seinem Tod Professor der Mathematik in Jena. Leibniz stand mit ihm lebenslang in brieflichem Kontakt.