So funktioniert Leibniz' Rechenmaschine

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Technisch betrachtet handelt es sich bei der Rechenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz um eine Maschine vom Typ einer Staffelwalzenmaschine. Staffelwalzen sind eine Erfindung von Leibniz. Es sind verschiebbare Zahnsegmentscheiben, die je nach Einstellung die Ziffern 0 bis 9 auf ein weiteres Zahnrad übertragen, das dann wiederum entsprechende Rechenoperationen auslösen kann. Parallel zur Staffelwalze entwickelte Leibniz auch die Idee eines Sprossenrades, das die Rechenoperationen in sehr verwandter Weise umsetzt. Beide Lösungsansätze wurden in der Folgezeit zu Standardlösungen bei der industriellen Fertigung mechanischer Rechenmaschinen und wurden bis in die siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts verwendet.

Die Rechenkapazität der Maschine beträgt acht Eingabestellen und sechzehn Ausgabestellen. Eingegeben werden Zahlen über acht Einstellrädchen am Eingabewerk. Eine Übertragungskurbel gibt die eingestellten Zahlen in das Rechenwerk ein. Eine Umdrehung nach links ergibt eine Addition, eine Umdrehung nach rechts ergibt eine Subtraktion. Im Umdrehungszähler werden die durchgeführten Umdrehungen gezählt und angezeigt.

Das Eingabewerk ist auf einem Schlitten gelagert und lässt sich mit einer Tabulatorkurbel zwischen den Dekaden 1 und 8 gegenüber dem Rechenwerk verschieben. Dadurch sind auf einfache Weise Multiplikationen und Divisionen möglich.