Leibniztempel im Georgengarten

Der Leibniztempel wurde 1787-90 nach einem Entwurf von Johann Daniel Ramberg (1732-1820) erbaut und stand zunächst an der Esplanade, dem heutigen Waterlooplatz am Ende der Adolfstraße. 1935 wurde er in den Georgengarten versetzt. Es handelt sich bei dem Monument um einen offenen Rundtempel mit zwölf ionischen Säulen (Monopteros), darüber die Inschrift GENIO LEIBNITII. Die darin aufgestellte Leibnizbüste aus Carrara-Marmor wurde 1790 von dem in Rom lebenden Bildhauer Christoph Hewetson gefertigt. Seit dem 1. Juli 2010 befindet sich in dem Tempel eine Kopie der Büste, gegossen aus gemahlenem Stein. Das Original ist heute im Technologie-Centrum Hannover (TCH) in der Vahrenwalder Str. 7 untergebracht, um es vor Vandalismus zu schützen. Das Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover fertigte vom kleineren Original mit Hilfe umlaufender Kameras eine Gussform an, daraus wurde dann eine Silikongussform geschaffen. Der Leibniztempel war das erste öffentliche Denkmal für einen Nichtadligen in Deutschland. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz.