Fogels Ordnungen: Die Zettelsammlung von Martin Fogel

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek besitzt mit der Signatur MS XLII 1923 die Zettelsammlung des Polyhistors Martin Fogel (1634-1675). Im Jahr 1678 wurde dieser Bestand, den Gottfried Wilhelm Leibniz entliehen hatte, in die Bibliothek aufgenommen. Er wurde von Leibniz intensiv genutzt und ausgewertet, geriet aber nach Leibniz Tod aus dem Blick. Im Handschriftenkatalog von 1867 wird er als "Masse einzelner Blätter in 8°" bezeichnet. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts begannen erste Arbeiten am Gesamtbestand, die allerdings nicht vollständig dokumentiert wurden.

Seit 2006 wird die Sammlung an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek systematisch bearbeitet. Dazu wurden die Materialien in der vorliegenden Ordnung in etwa 1.500 einzelne Mappen gelegt und gezählt. Eine vorläufige Erfassung der ca. 32.500 Zettel umfassenden Sammlung ermöglicht eine erste Zuordnung und Recherche.

Die Zettelsammlung ist weitgehend vollständig überliefert und stellt eine Momentaufnahme des Wissens im späten siebzehnten Jahrhundert dar. Obwohl die ursprüngliche Ordnung der Zettel mit dem Leinehochwasser 1946 und den dadurch bedingten Schäden zerstört wurde, finden sich noch zahlreiche Umschläge mit original betitelten Konvoluten, die Rückschlüsse auf die Ordnung der Sammlung zulassen. Als identifizierbare Wissensquelle von Leibniz stellt die Sammlung einen wichtigen Forschungsgegenstand der Leibnizforschung dar.

Fogels Zettelsammlung ist in dem im Aufbau befindlichen digitalen Katalog der Handschriften der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek erschlossen.

Benutzungshinweise:

  • die Datensätze verzeichnen nicht das Einzelblatt
  • die verschiedenen Ebenen des Einzelblattes (Makulatur) sind noch nicht aufgenommen
  • Weitere Hinweise finden sich im Datenbankfeld

 

» Zu den Handschriften (Fogel ist ein Teilbestand der Handschriften)